Portugual

 

ortugal ist ein Land der Traditionen. Seine Bewohner sind offen, reden und erzählen gern. Schon wenn man in Lissabon aus dem Flugzeug steigt, wird man von der Magie dieses Landes erfasst. Die portugiesische Nationalmusik, der Fado, den man als „fröhliche Traurigkeit“ beschreiben kann, steht für die Wehmut, die diesem Land innewohnt. Sein Charme ist allgegenwärtig: Lusitano-Stuten galoppieren über die Koppeln an den Ufern des Rio Tejo, bescheidene Häuschen leuchten in den Farben der Sonne und des Himmels, Stierkämpfer zeigen ihren Stolz und überall herrscht eine fröhliche Unordnung. Dieses Land fasziniert, überrascht und prägt jeden auf seine Art. Hier fühlt man sich gut. An jeder Strassenecke hört man schönen Gesang – und dann dieses Licht, das alles noch viel schöner macht…

ie portugiesische Küche, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet, bietet riesige Steaks und Filets, saftiges Fleisch, stets frischen Fisch, echte hausgemachte Pommes Frites, kleine Käseleibe, (fast) so gut wie in Frankreich, sowie Desserts, die hauptsächlich auf der Grundlage von gezuckerter Kondensmilch hergestellt werden und vor allem bei (grossen) Kindern sehr beliebt sind. Man findet traditionsreiche, erfolgreiche Weiss- und Rotweine, ab und zu Rosé-, aber auch grüne Weine.
Cartaxo, die Kleinstadt, in der sich das Gestüt von Manuel Jorge Oliveira befindet, ist die „Capital do vinho“, die Hauptstadt des Weins, vor allem des Rotweins. Portugal geniesst ein angenehmes, sehr sonniges Klima, das im Norden von den Atlantikwinden aufgefrischt wird.

ie Mehrheit der Bevölkerung lebt an der Atlantikküste, die von der glanzvollen Zeit der portugiesischen Eroberer zeugt. Die Region Ribatejo zwischen Vila Franca de Xira und Golega ist ideal für die Pferdezucht. Ein warmes Klima, hohes Gras und Sumpflandschaften zeichnen diese Gegend am Ufer des Tejo aus. Die meisten Lusitano-Zuchten liegen im Tejo-Tal, das weniger trocken ist als der Süden des Landes.
Die Pferde, die in dieser Region aufgezogen werden, sind robust und gesund. Die Stuten leben zeitlebens an den Ufern des Flusses in völliger Freiheit und werden vom Menschen nur wenig gepflegt. Diese natürliche Selektion ist ein Garant für die Robustheit dieser Rasse. Die Hengstfohlen kommen mit dreieinhalb bis viereinhalb Jahren in die Box, während die Stutfohlen auf der Koppel bleiben, um die Nachkommenschaft zu sichern.
Die Junghengste werden sanft und unter Berücksichtigung ihres Wachstumsstandes ausgebildet. Die Dressur vom Jungpferd bis zur Hohen Schule bedeutet bis zu sechs Jahren tägliche Arbeit, denn die Ausbildung kann stets verfeinert werden.
Jedes Jahr zu Sankt Martin findet in Golegã, der Hauptstadt des Pferdes, ein Fest zu Ehren des Lusitano statt. Die festlich geschmückten Pferde mit ihren stolzen Reitern sind ein einmaliger Anblick. Um einen Reitplatz, auf dem sich die erfahrensten Pferd- und Reiterteams präsentieren, defilieren alle Reiter und Gespanne mit ihren Pferden auf einer Reitbahn, die in der Form einer Rennbahn angelegt ist. Was für eine Augenweide für die Zuschauer ! Einmalig !